Es kann einem schon schwindelig werden, wenn man sich die Entwicklungen – nach oben wie unten – des Krypto-Flaggschiffs Bitcoin im letzten halben Jahr ansieht. Konnte man einen Bitcoin im Oktober 2020 noch für knapp über 10.000 USD ergattern, knackte Bitcoin erst kürzlich die 60.000er-Marke. Klar, dass es bei derartiger Akrobatik zunächst einmal für viele Anleger schlichtweg verlockend erscheint, auf den Zug aufzuspringen und zu investieren. Wer hat nicht schon mal gedacht: „Wenn ich doch damals eingestiegen wäre!“ Und die vielfach lesbaren Verheißungen vom prognostizierten Überschreiten der 100.000-Dollar-Marke lassen das Blinken des „digitalen Goldes“ weiterhin verführerisch wirken. Doch es gibt auch andere Stimmen.

Kerstin Franzisi, Chefredakteurin

Neben prominenten Kritikern wie zuletzt Bill Gates, die vor allem die zunehmend fehlende Nachhaltigkeit mit Blick auf Energieverbrauch und Prozessdauer bei Mining und Transaktionen adressieren, gibt es auch Bedrohungsszenarien ganz anderer Couleur: Es bestehen gegenüber dem Bitcoin weltweit maßgebliche politische Interessen, Kontrolle über die Bitcoin-Börsen zu gewinnen, um seiner Funktion als Inflations-Überdruckventil Herr zu werden. Oder anders ausgedrückt: Durch die mittlerweile vieljährige extensive Geldpolitik der Zentralbanken – noch befeuert durch die massiven Geldmengenerhöhungen in der Corona-Pandemie – führt an einer Inflation wohl kaum etwas vorbei. Eine immer rasanter steigende Marktkapitalisierung des Bitcoin stellt dabei ein zunehmendes Währungsflucht-Problem dar, welches die internationale Finanzpolitik schlicht und ergreifend nicht tolerieren können wird.

 

Der Max Otte Vermögensbildungsfonds

 

Wir halten aktuell wieder über 25% liquide Mittel. Einen kleinen Teil davon, rund 1,2% unseres Fondsvolumens, sind in kurzlaufende Unternehmensanleihen angelegt, um Negativzinsen zu vermeiden. Wir beobachten die Märkte sehr genau und warten auf gute Gelegenheiten, um attraktive Unternehmen bei einer nächsten Korrektur günstig zu kaufen. Zoomt man aus der aktuell volatilen Zeit heraus, performte der Max Otte Vermögensbildungsfonds seit unsere Strategieschwenks im Sommer 2016 einem soliden Plus von 36,8%. Das entspricht einer jährlichen Rendite von 7,6%. Damit stehen wir in an der Spitze unserer Vergleichsindizes. Der DAX erwirtschaftete ein Plus von 31,8%, der MSCI World EUR schaffte +35,7%, der SMI +27% und der Euro Stoxx 600 performte mit mageren +11,5% in demselben Zeitraum.

Wollen auch Sie investieren?

Kostenlose Beratung:

+49 (0)221 998019-12

„Das Flaggschiff Bitcoin wird aus politischen Gründen sterben müssen.“

– Thorsten Hens, Professor für Wirtschaft am Swiss Finance Institute und am Institut für Banking und Finance (IBF) an der Universität Zürich.

Aktuell hat Bitcoin insgesamt ungefähr eine Marktkapitalisierung, die dem Bargeldumlauf eines kleinen Landes wie der Schweiz entspricht. Laut Prognose von Ökonom Thorsten Hens kann die nächste Spekulationsblase noch bis maximal 100.000 USD laufen und es folgen Verbot, Erschweren oder Verdrängung des Krypto-Giganten, weil die Staaten mit eigenen Kryptowährungen in den Markt drängen. Wann diese Entwicklung einsetzt, kann niemand vorhersagen – speziell beim Bitcoin muss man aber wohl mit allen Extremszenarien rechnen.

Wer sich eingehender mit dieser Perspektive auf das Thema Bitcoin auseinandersetzen möchte, dem sei das Interview mit Thorsten Hens bei Focus Mission Money von Anfang März empfohlen – wirklich mehr als interessant!

Wir setzen weiterhin auf Aktien mit starken Geschäftsmodellen und guten Zukunftsperspektiven.

Letztlich ist es eine persönliche Entscheidung, ob Sie den Krypto-Weg einschlagen beziehungsweise weitergehen – vor allem mit Blick auf die Risikobereitschaft gegenüber einer schier nicht vorhersehbaren Entwicklung. Wir, das Team von Privatinvestor, haben eine andere Philosophie: Wir setzen auf wertbasierte Unternehmen und Aktientitel, die in Markt und Wettbewerb transparent durchleuchtet und auf der Basis von nachvollziehbaren Kriterien bewertet werden. Natürlich entstehen auch hier keine Garantien für die konkrete Wertenwicklung einzelner Assets – aber eine fundierte Grundlage für plausible Entscheidungen und Strategien zur langfristigen Kapitalanlage und wertbasiertem Vermögensaufbau.

Testen Sie jetzt gratis unseren Kapitalanlagebrief Der Privatinvestor!

Der Privatinvestor – jetzt unverbindlich und kostenlos kennenlernen.

Testen Sie unseren Börsenbrief – für wertbasierte Aktien-Investments in gute Unternehmen und Vermögensgegenstände, die wir kontinuierlich analysieren und mit nachweislich erfolgreichen Kriterien und Mechanismen bewerten. Durch unsere systematische und auf Langfristigkeit und Kontinuität ausgerichtete Anlagestrategie realisieren wir stabile Renditen zu angemessenen Chance-Risiko-Profilen. Unsere Value-Investing-Strategie machen wir Ihnen als Privatanleger über unseren Kapitalanlagebrief Der Privatinvestor inklusive angeschlossener Aktien-Datenbanken, Musterdepots und Sonderpublikationen zugänglich.

Keine Kosten. Kein Risiko. Keine Abofalle.

Das Testabonnement ist ab dem Zeitpunkt der Anmeldung vier Wochen lang gültig. Sie gehen damit keine Verpflichtungen ein. Eine Notwendigkeit einer Kündigung besteht somit nicht.

Der Privatinvestor – jetzt vier Ausgaben gratis testen!

 

Auf gute Investments!

Ihre Kerstin Franzisi

Chefredakteurin Der Privatinvestor

Kerstin1
4 Kommentare
  1. DdoubleU
    DdoubleU sagte:

    Guten Morgen Frau Franzisi,

    vielen Dank für Ihren Artikel. Auch ich bin zu 50% in Aktien investiert. Ein Großteil davon in Max Otte Vermögensbildungsfond und PI Global. Dennoch möchte ich hier ein Statement für Bitcoin abgeben, das ich schon seit einigen Jahren vor allem aus technischer Sicht beleuchte. Aber natürlich auch aus der Sicht der BTC Gegner. Zunächst einmal zu Ihrer Quelle. Das Interview des sogenannten “Experten” bei Mission Money zeigt zunächst einmal, das es hier wie überall läuft. Faktisch war das Interview mit so vielen Falschaussagen gespickt, dass man zunächst mal sagen kann, das sich der Herr Professor in Sachen Bitcoin zunächst einmal völlig disqualifiziert hat. Auf alles einzugehen würde hier natürlich zu weit führen. Ich greife aber eines seiner Zitate auf, die deutlich machen, wie wenig er von der Materie versteht. Er sagte in dem Interview, dass spätestens, wenn der letzte Block gemined wurde, bei dem Bitcoins aus dem Mining heraus ausgeschüttet werden, kein Verdienst mehr für die Miner da sei und sie deshalb aufhören, neue Blöcke zu minen und dann wäre der Bitcoin tot. Der “Experte” weiß also nicht einmal darum, das es zwei Einnahmequellen beim Bitcoin gibt. 1. Die Rewards aus dem finden des nächsten Blocks und 2. Die Gebühren für alle Transaktionen, die in den nächsten Bloch geschrieben werden. Diese sind nicht unerheblich und rechnen sich sehr wohl für die Miner. Das ist Grundwissen eines jeden, der sich länger als 1 Tag auch technisch mit Bitcoin beschäftigt .Das hat der Herr Professor nachweislich wohl nicht getan. Also 6, setzen. Lapidar ausgedrückt. Natürlich könnte er darum Wissen und sagt es nur nicht. Dann wäre ich auch mit allen anderen Aussagen seinerseits vorsichtig, was man als Kenner der Materie auch gut gesehen hat. Sein Interview, war wohl mehr Lobbyarbeit, als Aufklärung. Aber sei es drum. Mich wundert aber, dass das M. Otte´s Team gerade ihn als Quelle wählt. Lobbyarbeit in eigener Sache oder Unwissenheit? In Ihrem Fall unterstelle ich mal zweites, ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen.

    Betrachten wir uns also mal Bitcoin aus der Sicht, wozu es der/die Entwickler geschaffen haben. (sehr verkürzt) Während der Finanzkrise schufen sie ein Tauschmittel (Satoshi aka Bitcoin) auf dessen Basis jeder Staaten-übergreifend mit jedem digital alles zahlen kann, ohne das es zentrale Stellen (Unternehmen/ Staaten) kontrollieren können. Es sollte nicht inflationär sein (Begrenzung auf 21 Millionen Stück BTC), teilbar (1 Bitcoin = 100 Millionen Satoshi), dezentral und völlig sicher gegen Angriffe durch Institutionen. Diese Sicherheit wurde durch den sogenannten “Proof of Work” sichergestellt, für den es gigantische Rechenleistung benötigt (Mining) und deshalb Strom benötigt wird. Dieser Stromverbrauch stellt eben sicher, das Bitcoin von Staaten nicht mehr abgeschaltet werden kann. Nun mag man sagen, wozu braucht man denn diesen “Mist”?
    Zunächst einmal sehen wir jeden Tag durch die Notenbankpolitik (Enteignung durch Inflation, Sanktionierung ganzer Staaten durch das Abschneiden aus den Währungssystemen, etc.), wozu der Bitcoin dienen kann. Allein darum ist er schon sein Geld (Sicherheit durch geleistet Arbeit=Strom)
    Was aber noch wichtiger ist. Ca. 80% aller Menschen weltweit sind vom Bankensystem grundsätzlich abgeschnitten. Das können wir uns in den entwickelten Ländern nicht vorstellen. Bitcoin würde es jedem Menschen möglich machen auch Dienstleistungen, wie spezialisierte Bildungsangebote weltweit in Anspruch zu nehmen und die Person am anderen Ende der Welt dafür zu entlohnen. Anwendungsgebiete solcher Art, gibt es zu Hauf. Auch könnte eine Regierung den Ärmsten der Armen nicht mal eben, durch ein Bargeldverbot (Indien) die Existenzgrundlage über Nacht entziehen. Oder per Kapitalverkehrskontrollen einem ganzen Volk jeglichen Handel über die eigenen Grenzen hinaus zu verbieten.

    Ich könnte ein Buch darüber schreiben, wie wichtig Bitcoin ist. Und ja. Als Spekulationsobjekt würde ich kurzfristig nicht auf Bitcoin setzen. Als Sicherheit (neben Gold/Silber) für schlechte Zeiten aber schon.

    In diesem Sinne. Herzliche Grüße.

    Antworten
  2. DdoubleU
    DdoubleU sagte:

    Nachtrag.
    Wer sich seriös mit dem Thema beschäftigen möchte, dem empfehle ich auf youtube Andreas M.Antonopolous (aantonop) in englischer Sprache oder blocktrainer.de auf deutsch.

    Antworten
  3. Michael Schwerdt
    Michael Schwerdt sagte:

    Interessanter Artikel und gute Kommentare.
    Was mich beim Bitcoin stört, woher weiß man das sich nicht bald eine vielleicht viel bessere Technik durchsetzt? Es gibt ja ca. 4000 Kryptowährungen
    Florian Homm bezeichnete den Bitcoin mal als Pferde-Kutsche mit Mofamotor

    Charlie Munger und Warren Buffett sind ja wahrlich auch keine Bitcoin Fans. Jetzt sagen bestimmt wieder viele die alten Männer verstehen dies nicht, mag sein aber das Lied hörte man schon vor dem Platzen der dotcom Blase.

    Antworten
    • Der Privatinvestor
      Der Privatinvestor sagte:

      Die Kryptowährungen als Investment Assets dürfen nicht nur technisch analysiert werden. Wir sind Value Investors und bei langfristigen Investitionen dürfen wir auch finanzielle und politische Aspekte in unseren Analysen nicht vergessen. Wir sollen objektiv und wissenschaftlich bleiben, um unsere Ziele langfristig erreichen zu können. Probieren Sie unser Börsenbrief-Testabo, um unsere Analyse und Strategien besser kennenzulernen. Testabo erhält keine Kosten, kein Risiko und ist absolut unverbindlich.

      Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.