Das technische Prinzip des 3D-Drucks ist nicht neu. Bereits seit 2010 sind 3D-Drucker sogar für den Heimbedarf erhältlich, beziehungsweise erschwinglich. Der Sprung von reinem „Drucken auf Papier“ hin zur Erzeugung komplexer dreidimensionaler Objekte ist riesig. Was für uns Konsumenten vor allem Faszination auslöst, sehr wahrscheinlich aber reine Spielerei bleiben wird, eröffnet der Industrie völlig neue Möglichkeiten. Es können nun Bauteile an einem Stück gefertigt werden, die vorher aus  mehreren Einzelteilen zusammengesteckt werden mussten. Es sind sogar Formen und Bauteile möglich, die bisher nur in unserer Vorstellung existieren konnten, weil sie mit keinem herkömmlichen Verfahren produziert werden konnten.

3D-Druck – oder auch: additive Fertigung – bietet viele weitere Vorteile. Die Anschaffung eines 3D-Druckers für industrielle Zwecke bedeutet zwar zunächst eine nicht unerhebliche Investition. Danach könnten damit aber bedeutende Kosteneinsparungen realisiert werden. Dieses Verfahren hat quasi keinen Materialverschnitt. Es wird ja vom Drucker nur das Material aufgetragen, das benötigt wird. Es muss nichts weggefräst oder weggefeilt werden. Das spart Ressourcen. Auch kann nach Bedarf und vor Ort produziert werden. Dies spart lange Lieferwege und Lagerkapazitäten. Zudem kann 3D-Druck die Produktion von Kleinstserien oder sogar individueller Einzelfertigung kosteneffizient ermöglichen.

Speziell in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie im Medizinsektor (z.B. bei der Herstellung von maßgeschneiderten Prothesen) hat diese Technologie neue Möglichkeiten erschlossen. Die Umsetzung einer Idee zum Prototyp ist heute schneller möglich als jemals zuvor. Das Verfahren der additiven Fertigung, „3D-Druck“, kann also mit Fug und Recht als Agilitäts- und Innovationstreiber bezeichnet werden. 

Neue Bewegung im 3D-Druck für industrielle Zwecke

Trotz ihrer Vorteile setzten sich additive Verfahren in der Industrie nur schleppend durch. So langsam könnte es aber doch was werden. Im Zuge von Industrie 4.0 erkennen immer mehr Unternehmen, selbst kleine und mittelständische, die Vorteile von 3D-Druckverfahren.

Und weil das so ist, steckt in der Technologie selbst beziehungsweise im diesbezüglichen Markt und seinen Akteuren viel Bewegung: Jeder Hersteller will den nächsten technologischen Meilenstein auf dem Weg zur breiten industriellen Nutzung liefern. Wir, das Team von Der Privatinvestor, sind jedoch überzeugt: Wenn es ein Unternehmen schaffen kann, in diesem Segment dauerhaft die erste Geige zu spielen, dann einer der großen Player.

Heiß erwartet: der „HP Metal Jet“

Einer der weltweit größten Anbieter von 3D-Druckern für Industriekunden ist HP Inc. Die hochleistungsfähigen Drucker haben beste Voraussetzungen, das additive Verfahren massentauglich zu machen. Und wenn diese Technologie bisherige Produktionsverfahren revolutionieren soll, kommt es genau darauf an. Bisher hatte HP Inc. nur industrielle 3D-Kunststoffdrucker auf dem Markt. Von anderen Anbietern gibt es bereits erste 3D-Drucker, die mit Metallpulver arbeiten können.

Nun steht auch ein derartiger Drucker von HP Inc. kurz vor der Markteinführung. Industriekunden können den „HP Metal Jet“ bereits vorbestellen. Wie schon die 3D-Kunstoff-Drucker ist auch dieses Gerät für den Einsatz bei industriellen Großkunden ausgelegt, die die Technologie in der Massenproduktion einsetzen wollen. Ein möglicher Abnehmer ist auch hier die Autoindustrie, aber auch viele weitere Branchen kommen in Frage.

Was der HP Metal Jet alles kann, zeigt das Unternehmen in diesem Video:

HP im Aufschwung

Ende Februar hatte HP Inc. Zahlen für das erste Quartal 2020/21 veröffentlicht, das im Dezember 2020 zu Ende ging. Die Ergebnisse waren sehr erfreulich. Der Umsatz ist um 7 % auf 15,6 Mrd. USD gestiegen. Der Gewinn je Aktie hat sich von 0,46 auf 0,83 USD erhöht. Das ist ein Plus von 80,4 %. Der Free-Cashflow lag bei 0,9 Mrd. USD.

Nachdem das Wachstum in letzter Zeit eher zum Erliegen kam, ist es jetzt wieder zurück. Beide Segmente – „Printing“und „Personal Systems“ – steigerten die Umsätze um jeweils 7 %. Die Nachfrage nach Laptops und entsprechendem Zubehör wie Bildschirmen, Docking Stations etc. nahm besonders zu. Um coronabedingt auch von Zuhause aus optimal arbeiten zu können, musste die dortige Hardware aufgerüstet werden. Auch für private Zwecke kauften Verbraucher mehr Laptops und PCs. Die Anzahl verkaufter Laptops stieg bei HP Inc. um ein Drittel, bei Desktop-PCs belief sich das Absatzplus auf 23 %.

Weniger „Papier“, mehr 3D

Dass es im Segment „Printing“ ebenfalls nach oben ging, ist tatsächlich mit einer steigenden Nachfrage nach 3D-Druckern zu verdanken. Diese sind nämlich nach wie vor nicht als separate Einheit ausgewiesen, sondern im Segment „Printing“ enthalten. Das klassische Druckergeschäft, vor allem der Einsatz in Büros steht nach wie vor unter Druck – schon allein deshalb, weil die meisten Mitarbeiter von Zuhause aus arbeiten.

Wir schätzen die Situation so ein, dass dies auch nach der Pandemie so bleiben wird. Ein zunehmendes Umweltbewusstsein führt außerdem dazu, dass vieles, was bisher über den Papierweg abgewickelt wurde, nun auf digitalem Wege gelöst oder bearbeitet wird. Insgesamt äußerte sich HP Inc. bei der Präsentation seiner aktuellen Zahlen positiv zum 3D-Druck-Geschäft. Wir glauben, dass auch dies dem Kurs noch einmal Schub verlieh. Schon in den Monaten zuvor hatte sich die Aktie gut erholt. Mit Veröffentlichung der Zahlen ging es nochmal nach oben.

Potenzial im 3D-Druck noch groß

Die Umstellung von Produktionsprozessen auf 3D-Druck geht nicht über Nacht. Viele Firmen brauchen Zeit, um die Vorteile, die sich damit bieten, zu erkennen und um dann auch eine entsprechende Investition zu wagen. Doch bereits die mittelfristigen Marktprognosen sehen mehr als vielversprechend aus: Waren die Marktvolumina von 3D-Druckverfahren in diversen Branchen im Jahr 2015 noch mehr als überschaubar (branchenweit unterhalb von 0,5 Mrd. EUR), explodieren die dahingehenden Prognosen für 2030 laut Statista nahezu (Luft- und Raumfahrt: 9,59 Mrd. EUR, Medizintechnik: 5,59 Mrd. EUR, Automobilbranche: 2,61 Mrd. EUR, Industrie: 2,98 Mrd. EUR und Einzelhandel: 1,89 Mrd. EUR).

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Ihre Kerstin Franzisi

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