Pfizer oder Moderna? Bleiben Sie cool während des Impfstoff-Wettrennens!

Die News überschlagen sich und viele Anleger werden gierig in der Corona-Pandemie. Da schrillen bei uns Value-Investoren die Alarmglocken. Langfristig gibt es einige interessante Pharma-Unternehmen – unabhängig von Corona. Nehmen Sie sich in jedem Fall die nötige Zeit, die Unternehmen tiefgehend zu analysieren.

Moderna und der Corona-Impfstoff: Ein Lehrstück der Behavioral Finance

Blicken wir einmal rational und emotionslos auf die Aktie: Das Papier ist in den vergangenen zwölf Monaten bereits über 380 Prozent gestiegen. Zum aktuellen Kurs von 101 USD ist das Unternehmen mehr als sportlich bewertet: Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 149, das Kurs-Cashflow-Verhältnis bei 55 und das Kurs-Buchwert-Verhältnis bei 14. Moderna wies bis 2019 stets einen negativen Free Cashflow aus. Auch die Margen waren bis zuletzt negativ. Erst im letzten Quartal konnten Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert werden. Die Bilanz allerdings ist solide mit einem Current Ratio von 2,4 und einem Verschuldungsgrad von 0,08.

Unternehmensbewertung: Wie relevant sind die Produkte?

Shareholder Value lässt sich am besten durch langfristige und nachhaltige Gewinnsteigerungen der Unternehmen erwirtschaften. Wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sind die Führungsposition im Markt und die Konzentration auf die Kernkompetenz. Unternehmen sollten in ihrem Bereich zur Weltspitze gehören und bestrebt sein, die Führungsposition zu besetzen. Des Weiteren sollten sie sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Mischkonzerne sind out. Je mehr sich ein Unternehmen auf wenige Dinge fokussiert und diese wirklich gut beherrscht und Wettbewerbsvorteile entwickelt, desto besser ist dies für die Aktionäre.

Podcast: Muss PayPal den Corona-Impfstoff fürchten?

Trotz seiner ohnehin schon guten Marktstellung konnte PayPal seinen Kundenstamm noch weiter ausbauen: auf 361 Mio. Menschen. Und diese sind alles andere als Karteileichen. Die Zahl der Transaktionen stieg um 30 Prozent, das Gesamtzahlungsvolumen um 37 Prozent auf 247 Mrd. USD. PayPals Innenumsatz kletterte parallel um 25 Prozent auf über 5 Mrd. USD.

Plug Power: Eine gute Chance nach der Kapitalerhöhung?

Zwischen 2008 und Sommer 2020 bewegte sich die Aktie stur seitwärts. Der Umsatz stieg in den letzten 10 Jahre um 34 Prozent pro anno. Doch beim Free Cashflow sieht es sehr mager aus. Auch die Margen sind wenig attraktiv. Die Eigenkapitalrendite ist negativ.

Die Seitwärtsentwicklung steht jedoch auf bilanziell stabilen Beinen. Das Current Ratio liegt bei 2,9, der Verschuldungsgrad bei 0,9. Das ist durchaus in Ordnung.

Plug Power tätigt aktuell hohe Investitionen. Und dennoch fehlt noch die notwendige Größe, um Gewinne erzielen zu können. Diese Situation wird sich zukünftig womöglich ändern –vorausgesetzt, der Wasserstoff-Trend ist nachhaltig.

Neuer Rückschlag für Intel: Vom Disruptor zum Disruptierten

Selbst wenn eine disruptive Technologie mit minderwertiger Performance startet, kann sie sich aufgrund der dramatischen Ausweitung des Marktes weitaus schneller verbessern und verbreiten als die der etablierten Anbieter. Das war es, was Intel und Microsoft überhaupt erst in die Lage versetzte, den Computer-Markt zu erobern: Auch wenn Personal Computer billiger waren, finanziert und ermöglicht der Verkauf von etwas, das in jedem Haus und auf jedem Schreibtisch steht, am Ende viel mehr Forschungs- und Entwicklungsausgaben als der Verkauf von ein paar sehr teuren Servern, die es nur in Universitäten und Behörden gibt.

Mehr als nur „Home Office“-Profiteur: Slack will die E-Mail ersetzen

Beeindruckend ist das hohe User-Engagement bei Slack. Der typische Slack-User hat die App 10+ Stunden am Tag geöffnet und nutzt sie dabei aktiv für 100+ Minuten. Das ist eine von keiner anderen Software erreichte Userbindung und ist sogar wesentlich größer als das Engagement bei den Social Networks: Die durchschnittliche tägliche Nutzung bei Facebook beträgt 60 Minuten und YouTube 40 Minuten.

Biontech: Die Hoffnung ist zurück. Jetzt alles auf Sieg setzen?

Wer Erfolg an der Börse haben will, muss lernen, relevante von irrelevanten Informationen zu unterscheiden. Die allgegenwärtige Informationsflut macht nämlich auch vor den Finanzmedien nicht halt. Das Problem dabei ist, dass zahllose Zeitschriften und Blogs ständig eine Unzahl von Kaufempfehlungen und Hypes aus dem Boden stampfen. Sie können fast nicht anders und müssen andauernd etwas veröffentlichen, um relevant zu bleiben. Doch dabei kommen natürlich auch eine Menge nutzloser Ratschläge zustande. Wenn Sie langfristig erfolgreich sein möchten, sollten Sie besser selbst denken.

Mainzer Goldgrube: Biontech lässt Anleger frohlocken, doch wie lange hält der Burggraben?

Während sich Aktionäre freuen können, bestehen in der Forschergemeinde noch Zweifel. Es fehlen beispielsweise noch genaue Daten zur Wirksamkeit in den verschiedenen Altersgruppen. Und es ist noch keineswegs klar, wie lange der Impfschutz anhalten wird. Unklar ist auch, ob eine Impfung für einige Jahre reicht oder jede Saison wie bei der Influenza geimpft werden muss.

Lebende Tote an der Börse: Am Tropf der Corona-Hilfen

Zombie-Aktien können auf verschiedene Weise identifiziert werden. Das beste Werkzeug bietet uns der Zinsdeckungsgrad, der als EBIT geteilt durch Zinsaufwand definiert ist. Liegt der Zinsdeckunsgrad unter dem Wert 1, bedeutet dies, dass die Zinszahlungen nicht gedeckt sind, was für ein Unternehmen alles andere als eine nachhaltige Situation darstellt.