Electronic Arts arbeitet hoch profitabel. Die Rentabilität des Unternehmens ist in den letzten zehn Jahren dramatisch gestiegen, mit Nettogewinnspannen, auf die einige Konkurrenten neidisch sind. Die Cashflow-Maschine läuft. Höchste Zeit also, dass wir einmal genauer hinschauen.

Immer wieder werden wir gefragt: Wie lege ich eine Summe X am besten an? Menschen kommen zu uns und fragen nach Investmentchancen für 10.000, für 50.000, für 100.000 und sogar für 1 Million Euro und mehr. Heute zeige ich Ihnen, wie Sie hier vorgehen sollten. Viel Spaß!

Letzte Woche hat die Alphabet-Tochter Google ihre Daten zu Suchtrends im Zusammenhang mit den Covid-19-Symptomen veröffentlicht. Der Datensatz, der aus den Suchgewohnheiten der Nutzer gesammelt und zum Schutz ihrer Privatsphäre anonymisiert wurde, in erster Linie aus dem Suchvolumen von „mehr als 400 Symptomen, Anzeichen und Gesundheitszuständen wie Husten, Fieber und Atembeschwerden“. Er umfasst auch das Land und die Region der Suchenden. Die gesammelten Daten können nun mehrere Verwendungszwecke haben. Naheliegend erscheint folgender: Epidemiologen haben seit den frühen Tagen der Pandemie daran gearbeitet, Hotspots vorherzusagen, und theoretisch könnte Google Trends dabei helfen, diese Vorhersagen zu erstellen.

Zwar übten Robinhood-Anleger Einfluss beispielsweise auf den Kurs von Kodak aus, doch das bedeute nicht, dass sie größere Unternehmen (wie Apple oder Amazon) oder den Aktienmarkt insgesamt wesentlich beeinflussen. Es scheint einige Aktien zu geben, bei denen der Robinhood-Effekt real ist, aber bei den meisten Aktien sei dies nicht der Fall.

Mukesh Ambani, Vorstandsvorsitzender von Jio, kennen Sie sicherlich bereits dank seines Ausspruchs „Daten sind das neue Öl“. Im Jahr 2007 erweiterte er sein Petrochemie-Konglomerat Reliance Industries um den Mobilfunkanbieter Jio Infocomm. Seitdem wurde das Portfolio um Streaming, E-Commerce, Virtual Reality und diverse Unterhaltungsmedien ergänzt. Die in Kooperation Facebook entwickelte App soll alsbald den Schlussstein bilden, der das Gesamtgefüge zusammenhält und in bare Münze wandelt.

Apple investiert weiter. Nun betreibt der IT-Gigant sein erstes Rechenzentrum in Europa. Das 45.000 Quadratmeter große Center im dänischen Viborg ist ab sofort in Betrieb und soll Apple-Dienste wie iMessage, Siri und Musik-Streaming sowie den App Store in Europa versorgen. App Store? Da war doch was… Richtig. Der Streit mit dem Spieleentwickler Epic Games zieht weitere Kreise. Neueste Entwicklung: Auch das deutsche Bundeskartellamt verfolgt nun die Auseinandersetzung zwischen den Unternehmen. Natürlich geht es ums Geld – auf den ersten Blick…

Bis in die erste August-Hälfte dieses Jahres wurden laut S&P Global insgesamt 56 Mrd. USD in sogenannte „Junk Bonds“, Anleihen mit einem Non Investment Grade Rating, investiert – 50 Prozent mehr als in den früheren Rekordzeiträumen der Jahre 2012 und 2016 und mehr als 200 Prozent der Anleihen-Investitionen im gesamten August 2019.
Im zweiten Quartal 2020 emittierten Unternehmen, die von Private-Equity-Firmen übernommen worden waren, „Junk Bonds“ im Wert von mehr als 31 Mrd. USD. Dies ist der höchste Stand seit 2014. Das dritte Quartal läuft ganz ähnlich: Im Juli emittierten Unternehmen, die sich im Besitz von Private-Equity-Firmen befanden, „Junk Bonds“ für 10 Mrd. USD.

Sie wissen es, werte Leser, und ich habe es an dieser Stelle des Öfteren erläutert: Nach dem Corona-Crash haben wir in den letzten Wochen und Monaten einen extrem dynamischen Bullenmarkt beobachten können. Die Stimmung an den Märkten wandelt sich aber in diesen Tagen wieder. Erste Warnleuchten springen an, zum Beispiel der berühmte Buffett-Indikator. Die Marktbewertung aller weltweiten Aktien hat nun die Weltwirtschaftsleistung überholt. In der Vergangenheit war dies kein gutes Zeichen. In den Jahren 2007, 2017 und Anfang 2020 ging es danach kräftig runter.

Delivery Hero hingegen muss seinen enormen Cash Burn in den Griff bekommen – eine schwere Aufgabe angesichts des personalintensiven Geschäftsmodells. Das Management will in den kommenden 2 bis 3 Jahren den Break Even erreicht haben. Während Corona stieg zwar die Nachfrage, gleichzeitig verlor die Angebotsseite an Boden, da immer mehr Restaurants immer größere Probleme bekamen. Delivery Hero betreibt keine eigenen Restaurants, konzentriert sich allein auf die Logistik zwischen eigenständigen Gaststätten und den zahlenden Kunden. Das Geschäft lohnt sich fast nur für einen Monopolisten. Der Konsolidierungsprozess ist europaweit, zumindest bis zur Corona-Krise, gut vorangekommen. Nicht nur aufgrund der Krise brauchen interessierte Anleger hier aber noch viel Geduld.

Aufstand gegen Wucher, schön und gut… Doch auch Epics Weste ist nicht blütenweiß. Sein Geschäftsmodell ist es, Kindern, Jugendlichen und deren Eltern über diverse Glücksspiel- und Sucht-Tricks Geld aus der Tasche zu ziehen. Für uns Anleger ist er Ausgang des momentanen Streits durchaus von Interesse. Schließlich sind die 30 Prozent ein gewichtiger Posten in den Geschäftsberichten von Apple und Google.